Elisabeth 2.0

27.12.2011

Elisabeth 2.2

Editorial

Als wir Anfang Dezember 2010 die Arbeit an der ersten Ausgabe der Elisabeth beendet und die Druckvorlage der Druckerei übergeben hatten, waren wir alle so erschöpft, dass wir schon jede Hoffnung auf eine Fortsetzung fahren lassen wollten.

Das Material zu sammeln, die Vielzahl der Beiträge zu sichten und redaktionell zu überarbeiten, die Bilder auszuwählen und schließlich alles in das richtige Layout zu bringen, kostet jedes Mal wieder so viel Anstrengung, dass man schier daran verzweifeln könnte.

Als wir dann aber die Elisabeth 2.1 in den Händen hielten, waren wir doch stolz auf das, was die Schule als ganze und was wir als Redaktion geschafft hatten. Die positive Resonanz, die das Büchlein fand, hat uns dann doch wieder motiviert, uns an die Arbeit zu machen und die nächste Ausgabe vorzubereiten.

Auch diesmal streben wir keine vollständige Dokumentation der zurückliegenden Ereignisse an, sondern betonen den Magazin-Charakter, der es erlaubt, ganz unterschiedliche Beiträge aufzunehmen und gelegentlich neue Akzente zu setzen.

Beibehalten haben wir natürlich das Layout. Es fand in der Schulgemeinde sehr viel Zustimmung, hat inzwischen auf andere Publikationen abgefärbt und ist damit zu einem wichtigen Baustein unserer corporate identity geworden.

Auch der Name ist von den Lesern der letzten Ausgabe offenbar gnädig aufgenommen worden, obwohl wir befürchteten, dass er für eine moderne Schule als zu altmodisch empfunden wird. In dem Titel "Elisabeth" soll aber eben nicht nur der Name unserer Schule anklingen, sondern er soll auch signalisieren, dass Solidarität und Hilfsbereitschaft unser Zusammenleben prägen.

Wir haben uns bei Elisabeth 2.2 auch wieder für das umständliche Subskriptionsverfahren entschieden, haben aber die Werbetrommel früher gerührt, so dass wir hoffentlich alle Interessenten rechtzeitig erreicht haben. Vielleicht gelingt es uns eines Tages, unser Magazin so populär zu machen, dass Vorbestellungen überflüssig werden.

Allen, die zum Gelingen der zweiten Ausgabe von Elisabeth beigetragen haben, sei an dieser Stelle ganz herzlich gedankt für die Texte und Bilder, die diese Broschüre bereichern. Wegen der Beschränkung auf 120 Seiten konnten wir nicht alle Texte aufnehmen, mussten einige Beiträge leicht verändern und konnten auch viele aufschlussreiche Fotos aus dem Leben in unserer Schule nicht abdrucken. Wir bitten deshalb um Verständnis, wenn einige der eingereichten Artikel in modifizierter Form erscheinen.

Damit wir auch im nächsten Jahr wieder auf einen breiten Fundus zurückgreifen können, möchten wir alle Mitglieder der Schulgemeinde ermuntern, von Dezember an wieder Ideen und Beiträge zu sammeln. Besonders freuen würden wir uns auch über eine stärkere Mitwirkung der Schülerschaft und der SV, nicht nur durch mehr Beiträge, sondern auch durch Beteiligung an der redaktionellen Arbeit.

Allen Leserinnen und Lesern wünschen wir nun eine interessante und vergnügliche Lektüre.

U. Buffler, T. Meinel, St. Schmidt


120 Seiten, Preis: 5,- Euro, erhältlich im Sekretariat

16.12.2010

"ELISABETH 2.1" - Neues Jahrbuch erschienen

Die Erinnerung ist das einzige Paradies,
woraus wir nicht vertrieben werden können.
Jean Paul

Michael Ende erzählt in "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" von einer recht merkwürdigen Gestalt, von dem Scheinriesen Tur Tur. Er besitzt die erstaunliche Eigenschaft, umso größer zu erscheinen, je mehr man sich von ihm entfernt. Jeder, der in seiner Kindheit dieses wunderbare Buch gelesen hat, kennt diese eigentümliche Figur, dieses bedauernswerte Geschöpf, das völlig vereinsamt ist, weil sich jeder, der ihn nur von Ferne sieht, vor ihm fürchtet und Reißaus nimmt. Kommt man ihm aber näher und steht ihm am Ende gegenüber, ist er ein ganz normaler, gewöhnlich Mensch, an dem man sonst achtlos vorbeigegangen wäre.

Ganz ähnlich wie mit Herrn Tur Tur verhält es sich mit einem Büchlein wie diesem. Aus der Nähe betrachtet enthält es womöglich nicht viel mehr als nur ein paar Berichte aus dem letzten Schuljahr, ein paar Namen und Bilder. Manchem scheint es nicht der Mühe wert, eine kleinen Beitrag dazu zu leisten, andere meinen sogar, man müsse es überhaupt nicht besitzen. Eine Zeitschrift sei doch viel unterhaltsamer, da erfahre man wenigstens etwas Neues, was man noch nicht weiß oder nicht selbst erlebt hat.

Schreitet die Zeit aber fort, entfernt man sich und blickt eines Tages zurück auf dieses Büchlein, z.B. aus der Sicht des Abiturienten auf seine Zeit als Neuankömmling in der Elisabethschule, dann erscheint diese Publikation schon viel gewichtiger. Und hat man die Schule erst mal ein paar Jahre hinter sich, trifft sich zum zehn- oder zwanzigjährigen Abi-Jubiläum, dann sind solche Erinnerungen von unschätzbaren Wert.

Eine Scheinriesin ist Elisabeth 2.1 noch aus einem anderen Grund. Steht man am Anfang der Arbeit, erscheint sie ein gewaltiges Unterfangen, eine herkulische Anstrengung, die man niemals zu bewältigen können glaubt, die Angst und Schrecken verbreitet, wenn man nur davon hört. Hat man sich aber einmal überwunden und an die Arbeit begeben, hat die nötigen Vorbereitungen getroffen und schon zusammengetragen, was sich über das Jahr ohnehin angesammelt hat, dann verliert ein solches Vorhaben seinen Schrecken. Schnell findet man Beistand, Ermutigung und tatkräftige Unterstützung. Und am Ende gelingt es sogar, alle Termine einzuhalten und die ?Elisabeth 2.1? noch vor den Weihnachtsferien aus der Druckerei abzuholen.

Ich wäre froh, wenn ich dergleichen aus meiner Schulzeit besäße. Um so dankbarer bin ich allen, die die Tradition unseres Jahrbuchs wieder aufgegriffen und an der Elisabeth 2.1 mitgewirkt haben, weil sie mit ihren Beiträgen das Leben unserer Schule bereichert und für uns alle, Schüler wie Lehrer, Augenblicke der Gegenwart festgehalten haben, an die wir uns später gerne erinnern werden. Mein ganz besonderer Dank gilt meinen Redaktionskollegen, allen voran Herrn Buffler, der offenbar ein wahrer Spezialist für Scheinriesen ist, weil er sich nie aus der Ruhe bringen ließ, sondern uns mit zuversichtlichem Lächeln über jede Schwierigkeit hinweghalf.

T. Meinel