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Warum überhaupt ein Tablet in jeder Schultasche?

  • Momentan bringen schon viele Schüler*innen ein eigenes Gerät mit in den Unterricht. Wir möchten, dass dies im Sinne der Bildungsgleichheit allen Schüler*innen ermöglicht wird, da wir auch nur dann die Vorteile des digital- gestützten Unterrichts für alle Schüler*innen umsetzen können.
  • Der Umgang mit mobilen Geräten ist mittlerweile eine Kulturtechnik. Wir möchten, dass diese in der Schule erlernt und genutzt wird.
  • Mit den Geräten bieten sich neue Möglichkeiten der Individualisierung von Lernprozessen und neue Differenzierungsmöglichkeiten.
  • Sie ermöglichen eine zusätzliche Lernunterstützung (Veranschaulichung, verschiedene Lernkanäle werden angesprochen, besseres Vergleichen von Arbeitsergebnissen).
  • Neue/weitere Formen des kooperativen Arbeitens sind möglich.
  • Eine Variabilität bezüglich der Mediennutzung (schnelleres Wechseln zw. Medien und Formen der Unterrichtsgestaltung) ist einfacher möglich.
  • Die Verfügbarkeit von Unterrichtsmaterialien und vielseitigen Medien bietet auch zusätzliche Möglichkeiten für Vertretungsunterricht und Ganztag.
  • Medienerziehung, -kompetenz wird gefördert, ebenso Wissenschaftspropädeutik (wissenschaftliches Arbeiten, Umgang mit Quellen, Recherche, Bezug zum Lehrplan).
  • Viele Apps bieten eine Ergänzung zum bisherigen Arbeiten und damit einen individuellen Mehrwert für die Unterrichtsfächer.
  • Arbeitsergebnisse von Schüler*innen können über die Möglichkeit des Mirroring in allen Klassenzimmern und Fachräumen über Beamer/AppleTV in den Unterricht eingebunden werden
  • Sie ermöglichen einen Einstieg in das Verständnis informatischer Konzepte.

Warum iPads?

Die Gründe für die Festlegung auf iPads sind lange diskutiert worden. Wir sehen mit diesen Geräten die beste, zuverlässigste, wenn auch nicht kostengünstigste Lösung:

  • Es gibt sehr gute Erfahrungen anderer Schulen im Landkreis, die schon erheblich länger mit iPads arbeiten (z.B.: Stadtallendorf/Heskem/Gladenbach/Niederwalgern).
  • Ein einheitlicher Gerätestandard für die Schulgemeinde schafft auch eine Bildungsgleichheit.
  • Schnelle Kopplung/Präsentation möglich mit vorhandenen Apple-TVs.
  • Die Geräte von Apple sind sehr zuverlässig und v.a. langlebig, so dass sie die gesamte Schulzeit genutzt werden können. Langlebige Akkus und langfristige Versorgung mit Updates sind auf den iPads gesichert, sodass Schüler*innen und Lehrer*innen lange mit gleichen Oberflächen arbeiten können.
  • Alle Mitglieder der Schulgemeinschaft kennen sich mit den Geräten aus und können sich gegenseitig helfen (jede Lehrer*in an der Elisabethschule hat ein Dienst-iPad).
  • Die Installation von Apps und Updates erfolgt zuverlässig, der Datentransfer untereinander ist (ohne Qualitätsverlust) simpel.
  • Die Betriebssysteme aller Geräte sind immer auf dem gleichen Stand.
  • Bei iPads ist die WLAN-Verfügbarkeit für einzelnen Klassen steuerbar durch den Lehrer, eine Kontrolle der genutzten Apps auch auf eigenen Schülergeräten ist möglich.

Was ist das Problem mit anderen Geräten (z.B. mit Android)?

  • Android Tablets sind günstiger als iPads und bieten eine weit größere Auswahl an Modellen. Allerdings hat jeder Anbieter ein eigenes Android-basiertes Betriebssystem. Diese unterscheiden sich jedoch teilweise, so dass nicht alles untereinander kompatibel ist. Die Installation von Updates bei Android erfolgt häufig ohne Update des Betriebssystems, daher besteht langfristig die Gefahr, nicht alle notwendigen Apps mit Updates zu erhalten. Eine Anschaffung eines iPads jetzt garantiert einen Nutzungsdauer bis zum Ende der Schulzeit. Bei einem Android-Gerät könnte es sein, dass ein Nachfolgemodell angeschafft werden müsste.
  • Die Elisabethschule hat in jedem Raum einen Beamer mit Apple-TV als Präsentationsmöglichkeit. Das Apple-TV ist an den Beamer angeschlossen, so können verschiedene Medieninhalte wiedergeben werden, die es drahtlos über das iPad erhält. Über das AppleTV kann auch jedes Schüler-iPad drahtlos und direkt gekoppelt werden. So können im Unterricht Ergebnisse der einzelnen Schüler sofort für alle sichtbar gemacht werden (z.B. gemeinsame Verbesserung einer Rechnung im Matheunterricht). Bei Androidgeräten ist diese Funktion über die vorhandenen Apple-TVs nicht möglich.
  • Die „Lebensdauer“ bei Android-Tablets ist teilweise kürzer als bei iPads.
  • Eine Möglichkeit der Verwaltung der Geräte durch die Schule (MDMs; siehe „Wie werden die Schülergeräte verwaltet“) gibt es auch für Android, aber weniger leistungsstark als für Apple-Geräte.

Sitzen dann alle nur noch an iPads?

  • Nein. Die Schüler*innen werden die iPads im Unterricht in bestimmten Phasen aktiv nutzen. In der Regel nutzen die Schüler für ihre Unterrichtsmitschriften die App GoodNotes, die als digitaler Heft-Ersatz genutzt werden kann. Einzelne andere Apps ermöglichen im Unterricht Formen des kollaborativen Arbeitens und des entdeckenden Lernens.
  • In einzelnen Unterrichtsphasen können die Schüler*innen dann mit ihren iPads selbständig Inhalte recherchieren und erarbeiten.
  • Weiterhin wird in Musik gesungen werden, der Sportunterricht viel Bewegung bringen oder in den naturwissenschaftlichen Fächern Experimente gemacht werden. Aber auch hier bietet sich an, z.B. die Dokumentation von Versuchsergebnissen als Versuchsprotokoll digital zu unterstützen (Fotos des Versuchsaufbaus, Video des Versuchsergebnisses).

Ab wann geht es los?

  • Die technische Infrastruktur für digitales Arbeiten an Schulen wird durch den Schulträger (Stadt Marburg) bereitgestellt. Momentan ist die Elisabethschule in vielen Bereichen schon gut mit WLAN ausgestattet. Aber gerade im A-Gebäude, in dem viele Klassenräume der Mittelstufe liegen, ist der Ausbau noch nicht abgeschlossen.
  • Wir sehen es als sinnvoll an, mit den eigenen iPads auf die infrastrukturellen Voraussetzungen zu warten. Die Stadt Marburg plant, den WLAN-Ausbau mit den Herbstferien fertigzustellen, sodass wir nach den Herbstferien mit den eigenen iPads loslegen können (siehe: „Wie sieht der weitere Zeitplan aus?“).

Wie verläuft die Gerätebeschaffung?

  • Die Elisabethschule möchte Sie bei Anschaffung eines iPads für die Schule unterstützen. Daher bieten wir für alle Schüler*innen an, ein Gerät über einen externen Anbieter (EduXpert/Theile Computer-Systeme; www.ipadinschule.de) zu erwerben, da das iPad dann im Auslieferungszustand bereits alle notwendigen Konfigurationsmöglichkeiten und Softwarepakete erhalten hat, um an der Schule in vollem Umfang genutzt zu werden. Der Kauf über EduXpert/Theile Computer-Systeme beinhaltet außerdem die Möglichkeit einer Versicherung des Gerätes, die Hard- und Softwarebetreuung durch die Schule und die Möglichkeit der Finanzierung oder Versicherung von Gerät und Pencil.
  • Im weiteren Verlauf des Schuljahres werden wir Sie über den genauen Bestellprozess informieren.
  • Wichtig: Warten Sie bitte mit der Anschaffung eines Gerätes und kaufen Sie jetzt noch kein iPad. Die spätere Einbindung ins Verwaltungsnetzwerk ist bei zentraler Anschaffung viel einfacher (siehe: Ich habe schon ein iPad…).

Welche Geräte sollen angeschafft und wie ausgestattet werden?

  • Wir werden uns auf einen einheitlichen Gerätetyp für die Schule festlegen, um einen Wettbewerb zwischen einzelnen iPad- Modellen und evtl. daraufhin aufkommenden sozialen Druck zu verhindern.
  • Im Bestellprozess werden Sie sich zwischen zwei Varianten des iPad 10.2 (9. Generation) entscheiden können (unterschiedliche Speichergröße 64 GB oder 256 GB).
  • Um die volle Interaktivität des iPads zu nutzen, benötigen die Schüler*innen den Apple Pencil als digitalen Eingabestift, um beispielsweise Unterrichtsnotizen digital anfertigen zu können.
  • Kosten für ein iPad mit 64 GB inkl. Apple Pencil und Schutzhülle liegen bei etwa 510 Euro.
  • Eine zusätzliche Tastatur wird für den Einsatz im Unterricht nicht gebraucht.
  • Sie können selbst entscheiden, ob und wie Sie Ihr Gerät versichern. Hier kann über den Anbieter direkt ein Schutzbrief abgeschlossen werden (Diebstahl, Fall/ Sturzschäden), Kosten etwa 100 Euro bei 36-monatiger Laufzeit (ausschließlich der Apple-Pencil ist hier mitversichert, andere Stifte nicht).

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?

Um die Anschaffungskosten abzudecken, haben wir in unserem Finanzierungskonzept vier Optionen entwickelt, die eine möglichst verträgliche und annehmbare Umsetzung für Sie ermöglichen, die wir in einem Überblick vorstellen möchten:

Option 1:   

  • Sie können bei der Bestellung das Gerät sofort bezahlen.

Option 2:   

  • Sie schließen mit dem Anbieter bei der Bestellung einen individuellen Finanzierungsvertrag ab (Laufzeit nach Wahl; Finanzierung des o.g Geräts 64 GB ohne Versicherung mit 36 Raten kosten etwa 15 Euro/ Monat).

Option 3:   

  • Sollte Ihr Kind Anspruch auf Leistungen aus dem Programm „Bildung und Teilhabe“ haben, kann das Kreisjobcenter möglicherweise eine finanzielle Unterstützung bieten.

Option 4:   

  • Es gibt eine Finanzierungsunterstützung seitens der Schule (Förderverein).

Weitere und genauere Infos erhalten Sie dazu nach den Sommerferien im Rahmen des Beschaffungsprozesses!

Wie werden die Schülergeräte verwaltet?

Die iPads sind ihre eigenen Geräte. Für den Unterrichtseinsatz und Schulalltag erscheint uns jedoch die Lösung, dass Schüler eigene, aber von der Schule verwaltete Geräte nutzen, als die pädagogisch sinnvollste. Hier gibt es eine ganze Bandbreite von Möglichkeiten (Stufen 0-3, siehe Abbildung). Wir haben uns am Runden Tisch für Stufe 1 entschieden. Sie erfüllt den Anspruch auf Zuverlässigkeit, Flexibilität und Eigenverantwortlichkeit beim Arbeiten. Auf diese Weise kann auch alle schulrelevante Software unmittelbar und kostenfrei auf alle Schülergeräte aufgespielt werden. Die Besonderheit solcher verwalteter Schülergeräte liegt in der Art der Verwaltung:

  • Gleich mit dem Kauf werden die Schülergeräte in ein Device-Enrollment-Program (DEP) aufgenommen. Es handelt sich hier nicht im eine bestimmte App, sondern um die Art und Weise, wie ein Gerät registriert ist. Apple hat dazu drei verschiedene Sicherheitsprotokolle eingerichtet, die vor allem den Missbrauch solcher Tablets unterbinden. Alle iPads fragen immer erst danach, ob das Gerät ein DEP Gerät, also verwaltet ist. Erst dann beginnt die eigentliche Installation des Tablets. Löschen oder Formatieren ist daher sinnlos, das Gerät lässt sich nicht mehr aus der Verwaltung der Elisabethschule herauslösen und ist somit für einen möglichen Diebstahl unattraktiv.
  • Die Softwareverteilung und die Wartung aller Schüler-iPads können wir mit Hilfe eines Mobile-Device-Management (MDM), ein Verwaltungstool, jederzeit und ortsunabhängig durchführen. So können wir zentral für den Unterricht benötigte Apps auf das iPad aufspielen, die sich dann im schulischen WLAN automatisch laden.
  • Schülerinnen und Schüler erhalten mit dem Gerät auch einen datenschutzkonformen, da „verwalteten“ iCloud-Account von 200GB und eine „verwaltete“ Apple-ID (sogenannte managed Apple-IDs). Verwaltet bedeutet in diesem Fall, dass diese IDs einem „Unternehmen“, also der Elisabethschule, zugeordnet sind. Dadurch ist es beispielsweise möglich, in Echtzeit an gemeinsamen Dokumenten zu arbeiten, ohne dass man Clouddienste explizit dafür einrichten muss. Einkäufe sind mit dieser ID nicht möglich. Nur so lässt sich auch der unten beschrieben ASM nutzen.
  • Durch die Nutzung des Apple School Managers (ASM) haben wir die Geräte in Klassen und Kursen abgebildet, so dass jeder Lehrer die in der Klasse eingesetzten Geräte direkt im Unterricht einbinden und steuern kann. Dadurch ist es uns möglich, das iPad auch einmal ganz gezielt zu sperren, so dass unterschiedliche Methoden in der Unterrichtsgestaltung jederzeit ohne Ablenkung möglich sind. Außerdem können wir eine komplette Klasse bei digitalen Arbeitsaufträgen sehr viel leichter anleiten und ihnen einen Schutzraum gewähren, was bei völlig freien Geräten ohne Kontrollmechanismen durch die Lehrkraft nicht zu leisten wäre. Wir möchten hier betonen, dass Lehrer*innen und Lehrer sowie Systemadministratoren zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf Schülerdaten wie Dokumente, Videos, Fotos und andere haben. Als Lehrer bekommt man bestenfalls einen unmittelbaren Blick auf den Bildschirm der Schüler - genau wie es in der Vergangenheit auch durch „Über-die-Schulter-Schauen“ für Lehrer möglich war, einen Einblick in die aktuelle Schülerarbeit zu bekommen.
  • Zusätzlich können Sie auf dem Gerät eine private Apple-ID anmelden. Hier haben Sie dann Zugriff auf den App-Store und können eigene Apps jederzeit selbständig installieren. Im heimischen WLAN können Sie und Ihre Kinder die Geräte uneingeschränkt als private Geräte nutzen.
Abbildung: Stufenmodell zur Verwaltung von schülereigenen iPads

Wir haben schon ein iPad- kann dies genutzt werden?

  • Ja. Bereits erworbene Geräte können von uns in das Schulsystem eingebunden werden.
  • Mit Verlassen der Elisabethschule nach der Klasse 13 wird das Gerät wieder aus der Verwaltung herausgenommen und steht uneingeschränkt zur Verfügung.

Kann ich selbst die Nutzungszeit am Gerät meines Kindes kontrollieren?

  • Eltern haben jederzeit die Möglichkeit, die Nutzung - insbesondere die Nutzungsdauer - auch selbständig anzupassen, sofern das nötig sein sollte. Mit der Einstellungsmöglichkeit „Bildschirmzeit“ haben Sie die Möglichkeit, die Nutzung des iPads passwortgeschützt zu gestalten. 
  • Darüber hinaus kann man an den meisten WLAN Routern (FRITZ-Box oder ähnliche) die Zugriffe der Geräte regulieren.

Was ist mit digitalen Schulbüchern?

Der Markt an digitalen Schulbüchern boomt – und wird momentan leider sehr unübersichtlich. Fast alle Verlage gehen da eigene Wege. Momentan planen wir mit dem Start zunächst keine Nutzung, bevor sich dort nicht mehr Klarheit ergeben hat. Langfristig erhoffen wir uns, dass digitale Schulbücher zumindest teilweise das Gewicht des Schulranzens reduzieren.

Wer bringt meinem Kind bei, wie man mit einem iPad arbeitet?

Wir entwickeln momentan einen „Grundlagenkurs“, bei dem wir den Schüler*innen zeigen können, wie man mit dem Gerät arbeitet und Speicherstrukturen anlegt.

Hierbei werden wir unterstützt von bisher schon erfahrenen älteren Schüler*innen.

Was ist mit anderen Jahrgängen?

Aktuell führen wir die schülereigenen iPads für die kommenden Klassen 9, 10 und 11 ein. Ob, wann und wie wir dies möglicherweise zukünftig auf untere Jahrgänge ausdehnen, wollen wir erstmal von den noch zu machenden Erfahrungen abhängig machen und dies später diskutieren.

Wie sieht der weitere Zeitplan aus?

Kurz nach  den Sommerferien

  • Elternabende zum pädagogischen Nutzen und detaillierten Informationen zum Bestellprozess

Zwischen Sommer- und Herbstferien

  •    WLAN- Ausbau der seitens der Stadt Marburg

Nach den Herbstferien

  •    Auslieferung der iPads an die Schüler*innen
  •    Grundlagenkurs „Umgang mit dem iPad“ für alle Schüler*innen
  •    Elternstammtisch zu Elternfragen rund um das Gerät

 

Wir hoffen, dass wir Ihnen hier einen transparenten Einblick in den Prozess geben konnten. Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch weiterhin bei Fragen zu diesem Thema gerne zur Verfügung.